Apropos Komplexität und Unsicherheit: Olaf Hinz und Heiko Bartlog schreiben in ihrem brandneuen Buch „#PM2025 – Projekte.Gut.Machen.“ davon, dass viele Projektmanager dem weit verbreiteten Irrtum unterliegen, dass Projekte dann erfolgreich werden, wenn sie in einem streng methodischen Prozess durchgeführt werden. Und da bin ich voll bei den beiden Autoren. Denn per Definition sind Projekte komplexe und neuartige Vorhaben, die auf mehreren Ebenen stattfinden. Für Hinz und Bartlog sind diese Ebenen die drei inneren Ebenen, also die des Projektleiters selbst, die des Teams und die der umgebenden Organisation, sowie äußere Umweltfaktoren und die gesellschaftliche Ebene. Denken Sie an Stichworte wie Globalisierung, Digitalisierung oder Internationalisierung und ich kann Ihnen nicht verübeln, wenn Sie nun stöhnen und denken: „Aber wie soll ich denn das alles berücksichtigen?“
Nun, herzlich willkommen in der heutigen Welt der Projekte. Diese Welt ist charakterisiert durch das Kunstwort netherlands telegram data VUCA. Projekte bewegen sich oft nicht mehr in einem stabilen Umfeld. Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität sind ständige Begleiter, die sich leider nicht mit statischen PM-Konzepten in den Griff bekommen lassen.
Weniger ist mehr
Kennen Sie den Begriff „Projektitis“? Darunter versteht man die Tendenz vieler Organisationen, aus jedem Auftrag und jeder Anweisung ein Projekt zu machen. Betrachten wir doch einmal die Definition des Terminus Projekt gemäß dem PMBOK: